Jahresbericht 2018

Geschätzte Genossenschafterinnen und Genossenschafter

Die fusionierte Genossenschaft für Seniorenwohnungen Flawil (GSF) blickt auf ihr erstes Geschäftsjahr zurück. Am Montag, 23. April 2018 fand im „Rössli“ in Flawil der denkwürdige Fusionsanlass statt. Gleich drei Versammlungen folgten sich an diesem Abend hintereinander. Zuerst sagte die Genossenschaft für Alterswohnungen Feld einstimmig Ja zum Fusionsvertrag, dann, ebenfalls einstimmig, die Genossenschaft für Alterswohnungen Wisental. Gestützt auf diesen beiden Ja fand anschliessend die konstituierende Gründungsversammlung statt. Damit war, auf der Basis einer Kombinationsfusion, die Verschmelzung beider Genossenschaften in Minne vollzogen. Die Fusion gilt rückwirkend auf den 1. Januar 2018.

7-köpfige Verwaltung

Am Fusionsanlass konnten wir 10 verdiente ehrenamtlich tätige Mitglieder der beiden Verwaltungen verabschieden. Die neue Verwaltung, bestehend aus 7 Mitgliedern, ist im Grunde genommen die alte. Sie besteht aus lauter Mitgliedern, die schon vorher in einem der beiden Genossenschaften in der Verwaltung tätig waren. Entsprechend problemlos verlief die Verschmelzung. Guido Steiner, Erika Schiltknecht und Erich Baumann waren schon vorher in beiden Verwaltungen. Elis Signer und Walter Knellwolf wirkten in der Verwaltung Wisental: Elis als Verantwortliche für die Vermietung, Walter Knellwolf als Protokollführer. In dieser Funktion sind sie jetzt auch in der neuen Verwaltung tätig. Als neues Gesicht ist Ralph Hagen als Bauchef dabei. Sie alle haben sich rasch in die neue oder erweiterte Aufgabe eingelebt. Meinen Verwaltungskollegen möchte ich darum ein grosses Kompliment und ein grosses Dankeschön für Ihre Arbeit aussprechen.

Finanzielle Aspekte

Für die Aussenrenovation des Hauses Feld, die im Frühling 2018 abgeschlossen werden konnte, liegt nun die definitive Schlussrechnung vor. Bei einem gesprochenen Kredit von 2‘430‘000 Franken konnte eine Besserstellung um 498‘000 Franken erzielt werden. Die effektiven Kosten beliefen sich auf 1,9 Mio. Franken. Ein sehr erfreuliches Ergebnis. Das Ergebnis ist auch darum so erfreulich, weil einiges zusätzlich, das nicht budgetiert war, realisiert werden konnte (z.B. Parkanlage).

Erstmals wird Guido Steiner die Rechnung 2018 für die fusionierte Genossenschaft präsentieren. Die Unterlagen wurden Ihnen rechtzeitig verschickt. Sie sehen daraus, dass unsere neue Genossenschaft an Muskeln zugelegt hat. Die Bilanzsumme beträgt neu 6,2 Mio. Franken. Allein die Mietzinseinnahmen pro Jahr belaufen sich auf über 600‘000 Franken. Weitere Details folgen vom Kassier.

Unsere beiden Häuser mit zusammen 57 Wohnungen sind im Moment voll vermietet. Das ist erfreulich. Unsere Wohnungen an beiden Standorten sind modern, grosszügig, zu bescheidenen Mietzinsen, was die Beliebtheit erklärt. Gleichwohl hatten wir im abgelaufenen Jahr 8 Mieterwechsel zu verzeichnen. Oft ist der Umzug ins WPH der Grund dafür, dass Mieter ausziehen. Die beiden Häuser haben bezüglich ihrer Mieterschaft ganz unterschiedliche Ausprägungen. Das zeigt sich beispielsweise am Altersdurchschnitt der Mieterinnen und Mieter. Er beträgt im Wisental 79 Jahre, im Feld dagegen 69 Jahre.

GSF bleibt selbständig

Ein wichtiger Grundsatzentscheid fiel im vergangenen Jahr. Die politische Gemeinde strebte im Rahmen einer Kommissionsarbeit eine Dachorganisation für alle Organisationen an, die sich mit der Betreuung und Pflege von betagten Personen beschäftigen. Es sind dies das Wohn- und Pflegheim (WPH), die Spitex, das 5egg (Haus „Betreutes Wohnen“ am Bahnhof) und unsere Genossenschaft für Seniorenwohnungen.

Schon zu Beginn der Kommissionsarbeit zeigte sich, dass wir als Genossenschaft für die Bereitstellung von günstigem Wohnraum für Senioren nicht eigentlich in dieses Betreuungskonzept passen. Bei der GSF geht es primär um die Vermietung von Wohnungen und nicht um die Pflege und Betreuung von Betagten. Aus diesem Grunde sind wir einvernehmlich aus dieser Kommissionsarbeit ausgeschieden. Wir bleiben in Zukunft – wie bis anhin – eine selbständige, gemeinnützige Genossenschaft. Ebenfalls arbeiten wir mit in der Arbeitsgruppe für eine neue Turnhalle/Musikschule im „Feld“, da wir direkte Nachbarn sind.

Im Moment beschäftigen uns zwei grössere Projekte. In beiden Häusern muss die Heizung saniert werden und in beiden Häusern sind wir in einem Nahwärmeverbund eingebunden. Wir müssen nun abklären, ob die Mitarbeit in einem solchen Verbund noch Sinn macht oder ob eine eigene Heizung die ökonomisch und ökologisch effizientere Lösung ist.

Anzahl Genossenschafter reduziert

Im Rahmen des Fusionsprozesses ergab sich eine starke Reduktion der Anzahl der Genossenschafter. Weil sich viele Genossenschafter mit unserer Genossenschaft nicht mehr eng verbunden fühlten, gaben viele ihre Anteilscheine zurück. Die Anzahl der Genossenschafter hat sich um rund ¾ reduziert. So zählen wir im Moment noch 31 Mitglieder mit einem Genossenschaftskapital von 62‘300 Franken. Das vereinfacht insbesondere die Administration wesentlich.

Dank

Zum Schluss bleibt mir zu danken. Nebst den Leuten aus der Verwaltung, die ich bereits erwähnt habe, möchte ich speziell auch unseren beiden Hauswartehepaaren Ndue und Marije Bibaj (Feld) und Susanne und André Hubert (Wisental) herzlich danken. Sie machen einen hervorragenden Job und schauen für ein gutes Klima in den Siedlungen. Beide Ehepaaare konnten das 10-Jahr-Jubiläum als Hauswarte feiern (Bibaj 1.11.2008, Hubert 1.4.2019). Besonders danke ich Ihnen als Genossenschafterinnen und Genossenschafter, dass Sie unsere Arbeit wohlwollend unterstützen und fördern.

Flawil, 24. April 2019 Johannes Rutz

Präsident GSF